Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 22. Februar 2026 · Gilt für alle B2B-Verträge mit Newcall UG
Inhaltsverzeichnis
Es gilt die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses (Checkout/Unterzeichnung) bereitgestellte Fassung. Aktualisierungen gelten erst, wenn sie nach § 22 wirksam einbezogen wurden.
§ 1 Anbieter, Geltungsbereich, Zielgruppe
- 1.Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Newcall UG (haftungsbeschränkt) (Inhaber: Nils Große, Heinrich-Zille-Straße 17, 39110 Magdeburg, Deutschland; E-Mail: kontakt@new-call.de; nachfolgend „Anbieter") und dem jeweiligen Vertragspartner („Kunde").
- 2.Angebote des Anbieters richten sich ausschließlich an Unternehmer i. S. d. § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (zusammen „B2B-Kunden"). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
- 3.Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung in Textform (§ 126b BGB) ausdrücklich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungscharakter
- 1.Der Anbieter stellt eine KI-gestützte Telefonie-/Sprachassistenten-Lösung („Mira") als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung. Der Service dient primär der automatisierten Entgegennahme und Bearbeitung eingehender Anrufe (z. B. Auskünfte, Weiterleitungen, Ticket-/Kontaktanlage), abhängig von Buchung und Konfiguration.
- 2.Optional (je nach Paket/Setup) können Funktionen wie Transkription, Protokollierung, Auswertungen/Reports sowie Gesprächsaufzeichnungen bereitgestellt werden.
- 3.Der Service ist von Drittsystemen abhängig (insb. Telekommunikation, Hosting/Cloud, KI-Komponenten, Zahlungsabwicklung). Daraus können Leistungs- und Qualitätsgrenzen resultieren.
- 4.KI-typische Grenzen: KI kann inhaltlich fehlerhafte oder unvollständige Ergebnisse liefern. Der Kunde bleibt verantwortlich für die fachliche/organisatorische Einbindung, insbesondere bei haftungsrelevanten, sicherheitskritischen oder rechtsverbindlichen Auskünften.
- 5.Der Service ist nicht für Notfälle bestimmt (z. B. 110/112) und ersetzt keine behördlichen/hoheitlichen Informationspflichten.
§ 3 Vertragsschluss, Einbeziehung von Dokumenten
- 1.Der Vertrag kommt zustande durch (a) Abschluss des Website-Checkouts (regelmäßig über Stripe) und Bestätigung/Freischaltung durch den Anbieter oder (b) Unterzeichnung/Bestätigung eines individuellen Vertrags in Textform.
- 2.Vertragsbestandteile sind die Dokumente gemäß § 4. AGB/SLA/Datenschutzhinweise werden dem Kunden im Checkout verlinkt oder anderweitig zugänglich gemacht.
- 3.Soweit erforderlich, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV). Ohne AVV kann der Anbieter Funktionen, die eine Auftragsverarbeitung erfordern (z. B. Speicherung von Transkripten/Aufzeichnungen), deaktivieren oder deren Nutzung ablehnen.
§ 4 Rangfolge der Vertragsdokumente
Bei Widersprüchen gilt folgende Rangfolge:
- 1.Individueller Vertrag / Order Confirmation / Checkout-Zusammenfassung
- 2.Leistungsbeschreibung / Produktanhänge
- 3.Service Level Agreement (SLA), sofern einbezogen
- 4.AVV, soweit erforderlich/einbezogen
- 5.Diese AGB
§ 5 Bereitstellung, Änderungen am Service
- 1.Der Anbieter stellt den Zugang zum Service nach Vertragsschluss bereit (z. B. Account, Konfiguration, Rufnummernzuordnung/Weiterleitungsparameter).
- 2.Der Anbieter darf den Service weiterentwickeln und ändern, insbesondere zur Sicherheits-, Stabilitäts-, Qualitäts- und Compliance-Verbesserung.
- 3.Änderungen, die den Kernnutzen für den Kunden wesentlich nachteilig verändern, erfolgen nur aus sachlichem Grund und nach angemessener Vorankündigung, sofern dies betrieblich zumutbar ist.
§ 6 Mitwirkungspflichten und Verantwortlichkeiten des Kunden
- 1.Der Kunde stellt alle zur Leistungserbringung notwendigen Informationen, Inhalte, Zugänge, Rufnummern-/Routing-Voraussetzungen und Ansprechpartner vollständig, richtig und rechtzeitig bereit.
- 2.Der Kunde ist verantwortlich für die Rechtmäßigkeit aller von ihm bereitgestellten Inhalte (z. B. FAQs, Wissensdaten, Ansagen, Prompts) und deren Nutzung.
- 3.Der Kunde stellt sicher, dass Anrufende angemessen informiert werden (z. B. Hinweis, dass ein automatisiertes/KI-gestütztes System eingesetzt wird) und holt erforderliche Einwilligungen ein – insbesondere bei Funktionen wie Aufzeichnung/Transkription.
- 4.Der Kunde hält Kontakt- und Rechnungsdaten aktuell. Mitteilungen an die vom Kunden hinterlegte Adresse gelten als zugegangen.
§ 7 Zulässige Nutzung, Missbrauch, Fair Use
- 1.Der Kunde nutzt den Service ausschließlich im vertraglich vereinbarten Umfang und Zweck.
- 2.Untersagt sind insbesondere: unaufgeforderte Werbeanrufe (Kaltakquise), Spam, rechtswidrige Inhalte/Anweisungen, Umgehung von Schutzmaßnahmen, sowie jede Nutzung, die Rechte Dritter verletzt oder den Service übermäßig belastet.
- 3.Bei Missbrauch oder Sicherheitsrisiken ist der Anbieter berechtigt, den Zugriff vorübergehend zu beschränken oder zu sperren. § 14 bleibt unberührt.
§ 8 Nutzer-/Einheitenlimits und Mehrnutzung
- 1.Soweit der Vertrag Limits vorsieht (z. B. Anzahl Nutzerkonten, Standorte, Rufnummern, Leitungen, Mandanten, Integrationen), darf der Kunde diese nicht ohne entsprechende Erweiterung überschreiten.
- 2.Bei Überschreitungen gilt:
- a)Der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich und nimmt ein Upgrade/Erweiterung vor.
- b)Der Anbieter kann Mehrnutzung nachträglich zu den jeweils gültigen Konditionen berechnen oder eine Umstellung auf ein passendes Paket verlangen.
- c)Bei erheblicher oder wiederholter Überschreitung kann der Anbieter nach angemessener Fristsetzung den Zugriff beschränken, bis die Nutzung vertraglich korrekt abgebildet ist.
§ 9 Subunternehmer und Technologiepartner
- 1.Der Anbieter ist berechtigt, zur Leistungserbringung Subunternehmer und Technologie-/Infrastrukturpartner einzusetzen (z. B. Telekommunikation, Hosting/Cloud, KI-Komponenten, Monitoring, Abrechnung).
- 2.Soweit Subunternehmer personenbezogene Daten im Auftrag verarbeiten, erfolgt deren Einbindung nach Maßgabe der AVV.
- 3.Der Anbieter bleibt für die ordnungsgemäße Leistungserbringung verantwortlich, soweit gesetzlich zulässig und vertraglich nicht abweichend geregelt.
§ 10 Verfügbarkeit, Support, SLA
- 1.Ohne gesondert einbezogenes SLA erbringt der Anbieter den Service im Best-Effort-Betrieb.
- 2.Soweit ein SLA einbezogen ist, gelten dessen Regelungen zu Verfügbarkeit, Support, Reaktionszeiten und ggf. Service Credits. Service Credits sind – soweit im SLA geregelt – das abschließende Rechtsmittel wegen SLA-Unterschreitung.
§ 11 Preise, Abrechnungsmodelle, Messung
11.1 Allgemeines
- 1.Es gelten die im Checkout/Vertrag ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit Umsatzsteuer anfällt. Soweit der Anbieter als Kleinunternehmer gem. § 19 UStG handelt, wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
- 2.Abrechnungsgrundlage ist die gemessene Gesprächsdauer (inbound), sofern nicht anders vereinbart.
11.2 Paket-/Subscriptionmodell (S/M/L)
- 1.Der Kunde zahlt eine monatliche Grundgebühr für das gewählte Paket. Das Paket enthält Inklusivminuten pro Monat (gemäß Checkout/Vertrag).
- 2.Mehrverbrauch (Overage) wird minutengenau gemäß den im Checkout/Vertrag ausgewiesenen Overage-Sätzen abgerechnet und der nächsten Abrechnung hinzugefügt.
- 3.Abrechnungsanker ist das Startdatum der Subscription („Billing Cycle Anchor").
11.3 Jahresoption (12 Monate Mindestlaufzeit)
- 1.Bei Wahl der Jahresoption gilt eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Abrechnung erfolgt monatlich zu dem reduzierten Monatspreis gemäß Checkout/Vertrag.
- 2.Verlängerung um weitere 12 Monate, sofern nicht spätestens 30 Tage vor Laufzeitende gekündigt wird.
11.4 Prepaid-/Pay-per-use (Top-ups/Credits)
- 1.Der Kunde kann Minutenpakete als Guthaben (Credits) erwerben (einmalige Top-ups, keine automatische monatliche Abbuchung), gemäß Checkout/Vertrag.
- 2.Credits werden als Saldo geführt. Nicht genutzte Credits werden während der Vertragslaufzeit übertragen (Carry-over).
- 3.Bei Erreichen von 0 Guthaben läuft der Service grundsätzlich weiter (Soft-Stop). Es kann ein negativer Saldo entstehen.
- 4.Ein negativer Saldo wird am Periodenende ermittelt und als separater Betrag in Rechnung gestellt bzw. – sofern eine Zahlungsmethode hinterlegt ist – automatisiert belastet.
- 5.Der Anbieter ist berechtigt, bei wiederholten Payment-Failures, Chargebacks oder bei erheblichen negativen Salden den Service zu sperren, bis offene Beträge ausgeglichen sind.
11.5 Messung und Rundung
- 1.Messung erfolgt sekundengenau, Abrechnung in Minuten mit 2 Nachkommastellen (Sekunden/60).
- 2.Systemmesswerte des Anbieters sind maßgeblich, sofern der Kunde nicht innerhalb der Einwendungsfrist einen nachweisbaren Messfehler darlegt.
11.6 Einwendungen gegen Abrechnungen
Einwendungen gegen Rechnungen/Nutzungsabrechnungen sind innerhalb von 30 Tagen ab Bereitstellung in Textform geltend zu machen. Danach gilt die Abrechnung als genehmigt, sofern kein offensichtlicher Fehler vorliegt.
§ 12 Zahlungsabwicklung, Stripe, Fälligkeit
- 1.Zahlungen werden regelmäßig über Stripe als Zahlungsdienstleister abgewickelt. Der Kunde akzeptiert die Nutzung dieses Zahlungswegs.
- 2.Der Anbieter speichert keine vollständigen Zahlungsdaten (z. B. Karten-/IBAN-Daten), sondern lediglich Referenzen zur Zuordnung (z. B. Customer-ID).
- 3.Der Kunde ermächtigt den Anbieter, fällige Entgelte (Grundgebühren, Overage, negativer Saldo, Gebühren) über die im Checkout hinterlegte Zahlungsmethode einzuziehen, soweit dies vom gewählten Modell umfasst ist.
- 4.Sofern nicht abweichend vereinbart, sind Rechnungen innerhalb von 7 Tagen fällig.
§ 13 Zahlungsverzug, Sperrung
- 1.Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe und angemessene Mahnkosten verlangen.
- 2.Nach erfolgloser Mahnung kann der Anbieter Leistungen sperren/pausieren, bis fällige Beträge ausgeglichen sind. Dies gilt insbesondere bei wiederholten Zahlungsablehnungen, Chargebacks oder offenem Negativsaldo.
§ 14 Rechnungsstellung, elektronische Bereitstellung
- 1.Rechnungen/Belege werden elektronisch bereitgestellt (z. B. E-Mail, Download, Kundenportal).
- 2.Der Anbieter ist berechtigt, Rechnungen als E-Rechnung in einem strukturierten Format bereitzustellen, soweit dies gesetzlich erforderlich oder sachlich sinnvoll ist. Der Kunde stellt die technische Empfangsfähigkeit sicher.
§ 15 Nutzungsrechte, Schutzrechte
- 1.Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, den Service vertragsgemäß zu nutzen.
- 2.Reverse Engineering, Dekompilierung und Umgehung technischer Schutzmaßnahmen sind untersagt, soweit gesetzlich nicht zwingend erlaubt.
- 3.Alle Rechte an Marken, Software, Modellen, Dokumentationen und sonstigen Bestandteilen verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern.
§ 16 Vertraulichkeit
- 1.Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen streng vertraulich und verwenden sie ausschließlich zur Vertragserfüllung.
- 2.Die Vertraulichkeit gilt über das Vertragsende hinaus.
§ 17 Datenschutz, AVV, Unterauftragsverarbeitung, Löschung
- 1.Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien eine AVV. Inhalte, Rollen, Datenarten, TOMs, Löschfristen und Subunternehmer ergeben sich aus AVV und Datenschutzhinweisen.
- 2.Der Kunde erteilt dem Anbieter – soweit in der AVV vorgesehen – eine allgemeine Genehmigung zum Einsatz von Unterauftragsverarbeitern. Über beabsichtigte Änderungen wird der Kunde informiert; er kann aus wichtigen Gründen innerhalb einer angemessenen Frist widersprechen (Details in der AVV).
- 3.Nach Vertragsende erfolgt Datenrückgabe/-export und Löschung nach Maßgabe der AVV/Leistungsbeschreibung und gesetzlicher Aufbewahrungspflichten.
§ 18 Gewährleistung
- 1.Der Kunde rügt Mängel unverzüglich in Textform und beschreibt sie nachvollziehbar.
- 2.Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab gesetzlichem Gewährleistungsbeginn, soweit zulässig.
§ 19 Haftung
- 1.Unbeschränkte Haftung besteht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben/Körper/Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
- 2.Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
- 3.Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, insbesondere für mittelbare Schäden, Mangelfolgeschäden und entgangenen Gewinn.
- 4.Keine Haftung für Störungen/Ausfälle, die auf Drittinfrastruktur beruhen und vom Anbieter nicht zu vertreten sind.
§ 20 Freistellung
Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus (a) rechtswidriger Nutzung, (b) vom Kunden bereitgestellten Inhalten/Konfigurationen oder (c) fehlenden Hinweisen/Einwilligungen gegenüber Anrufenden resultieren, und übernimmt die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 21 Laufzeit, Kündigung, Paketwechsel
- 1.Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus Checkout/Vertrag (monatlich oder Jahresoption).
- 2.Monatliche Subscription: Kündigung mit 30 Tagen zum Periodenende, sofern nicht abweichend vereinbart.
- 3.Upgrades können sofort wirksam werden; Downgrades grundsätzlich zum Periodenende (Proration, soweit systemseitig unterstützt).
§ 22 Änderungen dieser AGB
- 1.Der Anbieter kann diese AGB aus sachlichem Grund (z. B. Gesetzesänderungen, Produkt-/Prozessänderungen, Sicherheitsanforderungen) mit Wirkung für die Zukunft ändern.
- 2.Der Anbieter informiert den Kunden in Textform. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht wird hingewiesen.
- 3.Widerspricht der Kunde, kann der Anbieter den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen, sofern eine Fortsetzung ohne Änderung unzumutbar ist.
§ 23 Schlussbestimmungen
- 1.Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.
- 2.Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien ersetzen die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
- 3.Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- 4.Ausschließlicher Gerichtsstand – soweit zulässig – ist Magdeburg.
Stand: 22. Februar 2026 · Newcall UG (haftungsbeschränkt), Heinrich-Zille-Straße 17, 39110 Magdeburg · kontakt@new-call.de
Direkt klären.
Für vertragliche Fragen stehen wir per E-Mail zur Verfügung.