Die Ausgangslage: Das Telefon ist ein Flaschenhals
In vielen Tourist-Informationen ist das Telefon der meistgenutzte Kanal — und gleichzeitig der, der am meisten Kapazität kostet. Während Websites, App-Guides und Social Media längst optimiert sind, nimmt das Telefon immer noch mehrere Stunden Teamkapazität pro Tag in Anspruch.
Ein Großteil dieser Zeit entfällt auf Anfragen, die strukturell vorhersehbar sind. Die Information ist vorhanden — sie muss nur kommuniziert werden. Was fehlt, ist die Infrastruktur, um das automatisch zu tun.
Die folgende Auswertung basiert auf Gesprächsanalysen aus laufenden Newcall-Installationen sowie Gesprächen mit TI-Leitungen im DACH-Raum. Die Prozentwerte sind Richtwerte und variieren je nach Standorttyp (Stadt, Kurort, Naturpark etc.).
standardisierbar
bei Routineanfragen
mit Newcall
Die 10 häufigsten Anfragen im Ranking
Folgende Kategorien dominieren das Anrufaufkommen in Tourist-Informationen — unabhängig von Standortgröße und Region:
Was diese Zahlen bedeuten
Der auffälligste Befund: Fast 30 % aller eingehenden Anrufe drehen sich allein um Öffnungszeiten. Diese Information ist statisch, in der Regel online verfügbar — und trotzdem wird sie täglich hunderte Male per Telefon erfragt.
Der Grund ist banal: Gäste rufen an, weil es der schnellste Weg ist. Eine Website muss gesucht, gefunden und navigiert werden. Ein Anruf klärt die Frage in Sekunden.
Das bedeutet: Selbst wenn die Tourist-Information eine exzellente Website hat, klingelt das Telefon. Dieser Kanal lässt sich nicht einfach wegoptimieren — aber er lässt sich automatisieren.
Automatisierungspotenzial nach Kategorien
Nicht alle Anfragen sind gleichermaßen automatisierbar. Folgende Einschätzung gilt für einen gut konfigurierten KI-Telefonassistenten mit aktueller Datenbasis:
- Öffnungszeiten, Anfahrt, Parkplätze: nahezu vollständig automatisierbar (95 %+)
- Veranstaltungen, aktuelle Events: hoch automatisierbar bei DMS-Anbindung (80–90 %)
- Tickets & Preise: gut automatisierbar bei aktueller Datenpflege (75–85 %)
- Unterkunft & Verfügbarkeit: teilweise automatisierbar, abhängig von Anbindung (50–70 %)
- Individuelle Buchungen, emotionale Situationen: nicht automatisierbar — menschliche Übergabe empfohlen
Was das für die Praxis bedeutet
Eine Tourist-Information mit 800 Anrufen pro Monat hat statistisch etwa 560 Anrufe, die automatisierbar wären. Bei einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 2:20 Minuten ergibt das über 21 Stunden Teamkapazität — pro Monat, die für echte Beratungsleistung zurückgewonnen werden können.
Dieser Wert steigt in der Hochsaison. In saisonalen Tourismus-Destinationen kann das Anrufvolumen im Sommer drei- bis fünffach höher liegen als im Winter.
KI-Telefonie ist für Tourist-Informationen kein Luxus und keine Spielerei — es ist eine strukturelle Antwort auf ein strukturelles Problem. Die Automatisierungsquote von 95 % bedeutet: Fast jede zehnte Anfrage landet beim Mensch. Die anderen neun werden vom System abgefangen, ohne Qualitätsverlust.
Fazit
Die häufigsten Telefonanfragen in Tourist-Informationen sind vorhersehbar, strukturierbar und automatisierbar. Das ist keine Theorie — das zeigen die Auswertungen aus laufenden Newcall-Installationen. Die Frage für TI-Leitungen und DMOs ist nicht mehr ob man KI-Telefonie einsetzen soll, sondern wann und wie.
Wer den nächsten Schritt machen möchte, kann Mira direkt anrufen (+49 89 4143 2200) oder ein kostenloses Gespräch buchen.